Nicht unter den Teppich kehren: Unverschuldete Kündigungen (mehr dazu unter #3), Elternkarenz oder Krankheit. Was man preisgibt, liegt im eigenen Ermessen, aber die leere Spalte im Lebenslauf sollte gefüllt werden. Bei längerer Auszeit aufgrund von Krankheit reicht es beispielsweise „Krankheit“ anzuführen, konkret muss man hier nicht werden. Innerbetriebliche Spannungen, Mobbingvorwürfe und dergleichen solltest du im schriftlichen Lebenslauf keinesfalls anführen. Wenn du selbst gekündigt hast, kannst du im Bewerbungsgespräch natürlich erklären, welche Gründe du dafür hattest, bleib dabei aber immer sachlich. Ein schlichtes „Es hat für mich nicht gepasst“ oder „Ich habe mich nicht wohlgefühlt“ reichen als Erklärung aus. Eine bewusste Auszeit kannst du ohne Bedenken anführen. Wenn du gerade dabei bist, deinen Lebenslauf auf Vordermann zu bringen, legen wir dir unseren Leitfaden zu diesem Thema ans Herz. Dort findest du alle Infos, die du brauchst. Auch den Studienabbruch oder einen Berufswechsel kann man in der Bewerbung schlüssig begründen. Stichwort: Neuorientierung. Fällt die letzte Arbeitssuche in die Zeiten vergangener „Krisen“, so ist die Zeit ohne Job auch leichter argumentierbar. Das gilt gerade dann, wenn du bei einer bekannten Firma gearbeitet hast, die schließen musste, umstrukturiert wurde oder wo der Personal-Rotstift mit medialer Aufmerksamkeit angesetzt wurde.

Arbeitslos oder arbeitssuchend? Auch auf die Formulierung kommt es an! Eine Zeitspanne ohne Job kann jedem passieren – es zählt nur, wie man damit umgeht und diese argumentiert. Eine positive Formulierung kann in der Wahrnehmung einiges bewirken. Idealerweise zeigst du deinem potenziellen neuen Arbeitgeber auf, welchen Nutzen er davon hat: Nur weil man ein paar „leere“ Monate im Bewerbungsverfahren nicht jedem auf die Nase binden möchte, sollte man nicht automatisch unehrlich werden. Lügen im Lebenslauf belasten und werden im fortschreitenden Bewerbungsprozess meist irgendwann aufgedeckt. Kommt man dem Lügner auf die Schliche, wird man ihm so schnell nicht mehr glauben.