Kritiker warfen Verdi zudem vor, sich für Arbeitnehmerrechte und faire Löhne in der Öffentlichkeit stark zu halten, diese Ziele aber intern nicht erreichen zu wollen. Ein Beispiel war die Kantine am Verdi-Hauptsitz in Berlin, die vom internationalen Catering-Unternehmen Sodexo betrieben wurde. Wie in der Branche typisch, schließt Sodexo keine Industrietarifverträge ab, sondern setzt Tarifverträge auf Unternehmensebene ein. [80] Nach Informationen der Neuen Ruhr Zeitung lagen die Löhne der Beschäftigten der Mitverdi eng mit Verdi verbundenen Arbeitnehmerakademie (DAA) unter dem Satz, den Verdi mit Konkurrenten wie der AWO oder der Diakonie ausgehandelt hatte. [81] Auch die Aktionen von Verdi während der Streiks stehen immer wieder in der Kritik, wobei in einigen Berichten behauptet wird, dass die Beschäftigten in Einzelfällen zum Streik gezwungen wurden, was die Gewerkschaft bestritt. [82] Kritiker bezeichnen auch mehrere von Verdi organisierte Streiks als unverhältnismäßig. [83] [84] Die Lohneinheit der weltlichen Wohltätigkeitsorganisation Arbeitswohlfahrt, Arbeitgeberverband AWO Deutschland, ist ein Vorgänger der 2004 aufgelösten AWO-Bundesarbeitgeberorganisation. Tarifverträge des neuen Arbeitergeberverbandes sind für regionale und lokale AWO-Mitgliedsverbände nicht mehr bindend. Stellenanzeigen finden Sie z.B. in folgenden Medien: Marburger Bund: www.marburger-bund.de/mbz/stellenmarkt Deutsches Ärzteblatt: www.aerzteblatt.de Websites der Krankenhäuser Bundesagentur für Arbeit/Internationale und Spezialisierte Dienste: ZAV@arbeitsagentur.de Marburger Bund als einzige Ärztegewerkschaft in Deutschland hat mit den verschiedenen Krankenhausbetreibern spezielle Tarifverträge abgeschlossen. Löhne und andere Arbeitsbedingungen (z. B.

Arbeitszeiten) variieren je nach Tarifvertrag leicht. In kommunalen Krankenhäusern verdienen Ärzte derzeit ein monatliches Bruttogehalt zwischen 4.512,45 € (erstes Berufsjahr) und 5.800,44 € (sechstes Berufsjahr). Die monatlichen Bruttogehälter für Spezialisten liegen zwischen 5.955,71 € (1. Jahr) und 7.648,64 € (ab 13. Jahr). Diese Gehälter gelten für eine wöchentliche Arbeitszeit von 40 Stunden. Zusätzliche Bereitschaftsdienste und Überstunden werden extra bezahlt. Aufgrund von Outsourcing-Strategien und Opt-out-Regeln nimmt die Zahl der Betriebsvereinbarungen für eine Vielzahl von Betrieben ab. In einigen Fällen verhandeln Tochtergesellschaften mit einer anderen Gewerkschaft als der, mit der die Muttergesellschaft verhandelt hat.

Pflegekräfte, die bei protestantischen und katholischen Wohltätigkeitsorganisationen beschäftigt sind, fallen weder unter das Bundesarbeitsgesetz noch das Betriebsverfassungsgesetz, sondern das kirchliche Arbeitsrecht. Nach diesem Gesetz werden die Beschäftigungsbedingungen (Arbeitsvertragsrichtlinien, AVR) durch Kommissionen festgelegt, die sich aus Vertretern sowohl der Arbeitgeber- als auch der Arbeitnehmerseite zusammensetzen. Es gibt keine Tarifverhandlungen mit den Gewerkschaften. (Nur einige regionale protestantische Organisationen weichen von diesem Grundsatz ab). Arbeitskampfmaßnahmen sind verboten. Es gibt verschiedene Tarifverträge für verschiedene Arten von Krankenhäusern (z. B. krankenhäuser, die vom Staat betrieben werden, Krankenhäuser, die von lokalen Behörden betrieben werden, private Krankenhäuser).

Daher variieren die Gehälter und sonstigen Arbeitsbedingungen leicht. Die obigen Zahlen beziehen sich auf den Tarifvertrag der kommunalen Krankenhäuser. Die kleinsten regionalen Einheiten von Verdi sind die Ortsteile, die gebildet werden können, wenn es mehrere Abteilungen auf regionaler Ebene gibt. Diese Ortsteile sollen die Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedern unterstützen und vereinfachen. [26] Die nächste Stufe auf lokaler Ebene sind die bundesweiten Unionsbezirke, die wiederum den Bundesländern untergeordnet sind. Diese Bundesländer entscheiden einvernehmlich über die regionalen Strukturen und Dimensionen der Bezirke[26], während die Bundesländerbezirke selbst vom Gewerkschaftsrat eingerichtet werden. [26] Verdi hat derzeit zehn Bundesländer: [32] Die vereinbarungen des öffentlichen Sektors, die entweder von VKA oder TdL mit verdi/dbb tarifunion getroffen wurden, beinhalten sonderliche Pflegevereinbarungen (TVöD-Pflege, Tdl-Pflege), die sich mit den Besonderheiten von Arbeitszeit und Renumeration im Gesundheitswesen auseinandersetzen.